Die Verkehrs- und Parkplatzsituation während der Sommermonate
1. Juni 2008 J. Straub
Durch die neue Uferkonzeption wird unsere Gemeinde vor allem für Tagestouristen und Radfahrer noch attraktiver. Dies hat allerdings auch ein insgesamt höheres Verkehrsaufkommen und eine zunehmende Belastung unserer Infrastruktur zur Folge. Dabei wäre meiner Meinung nach die Grenze des Zumutbaren (im Sinne des sanften Tourismus mit wirklichem Erholungswert) bereits dann erreicht, wenn die bestehenden Parkplatzkapazitäten ausgeschöpft sind.
Leider geht uns Einheimischen und unseren wirklich gewinnbringenden Feriengästen vor allem an den Wochenenden immer mehr an Wohn- und Lebensqualität verloren. Oft findet man weder ein nettes Plätzchen noch die Ruhe, um den See und sein Ufer hier vor Ort zu genießen. Die innerörtliche Verkehrsbelastung ist teiweise unerträglich. Während die Tagestouristen ihre Fahrzeuge in den Wohngebieten verteilen, um sich die ohnehin geringen Parkgebühren einzusparen, müssen wir Anwohner und unsere Gäste zunehmend auf unsere Stellplätze verzichten. Die vielen am Straßenrand oder auf Gehwegen abgestellten Autos sind nicht nur optisch ein Ärgernis, sondern stellen auch ein Sicherheitsrisiko dar (Versperrung von Rettungswegen, Gefährdung spielender Kinder u.v.m.)
Meine Vorschläge
- An die Sipplinger Bevölkerung werden – je nach Bedarf an Stellplätzen plus für eine gewisse Anzahl an Gästen – Parkberechtigungsausweise ausgegeben. Mit diesen Ausweisen darf innerorts geparkt werden, ohne wird ein Verwarnungsgeld fällig. Natürlich bedarf es dann entsprechender Kontrollen.
- Die Mieter von Bootsliegeplätzen erhalten verbilligte Dauerparkscheine.
- Die Parkgebühren für Tagestouristen werden erhöht, zumal die Nutzung der Uferanlagen kostenfrei ist.
Was halten Sie von meinen Vorschlägen?
Ist Ihnen dieser Beitrag etwas wert?
|
Artikel zu Anregungen, Parkplätze, Tourismus, Verkehr |
Übersicht aller Artikel zu Anregungen,Parkplätze,Tourismus,Verkehr »

Dazu gibt es bisher 40 Kommentare
Eigenen Kommentar schreiben
J. Tylla | 07. Juni 2008
Hi Jürgen,
die Problematik sehe und verstehe ich. Nur bekomme ich Magenschmerzen, wenn mal wieder alles über den Geldbeutel geregelt werden soll. Gerade so wie es uns unsere Politiker ja schon zur genüge vormachen.
Das mit den Parkberechtigungsscheinen hinterlässt so einen schalen Geschmack! „Wer bezahlt darf (auch das Dorf zuparken?), alle anderen sollen verwarnt werden“ -- hmm.
Sorry etwas kritisch, aber mich erinnert das an die kleinen Fischerdörfer am Lago Di Komo, mit nem Parkplatz vor dem Ort, und mit dem Auto rein dürfen nur Hotelgäste und Anwohner, der Rest hat 1 km zu laufen oder es zu lassen. (Ich hab’s immer gelassen!)
Ruhiger würde es bestimmt!
Wer einen Fehler findet kann Ihn gerne behalten!
Liebe Grüße aus der Seestr.
Jürgen Tylla
Hierauf antworten
Antwort von J. Straub | 7. Juni 2008
Hallo Jürgen aus der Seestraße,
danke für Deine Rückmeldung.
Die Park- und Verkehrsbelastung ist wohl im westlichen Teil Sipplingens am größten. Hast Du eventuell einen alternativen Vorschlag, wie man die dortigen Anwohner entlasten und den Erholungswert unserer Gemeinde bzw. unsere Lebensqualität insgesamt wieder steigern könnte?
Hierauf antworten
A. Zumbrock | 10. Juni 2008
Ich denke, bevor wir mit Parkscheinen und Verwarnungen anfangen, die Sache kompliziert zu machen, sollten wir (die Gemeinde) uns erstmal entschlossen dafür einsetzen, daß der öffentliche Nahverkehr optimiert wird. So liegen die Pläne für eine Bodensee-S-Bahn, die im Halbstundentakt in beide Richtungen rund um den See fährt, schon seit Jahren in der Schublade. Doch den betroffenen Seeanlieger-Gemeinden (auch unserer) fehlt es hier an Willen und Entschlossenheit, dieses Projekt zu unterstützen.
Hierauf antworten
D. Hoffmann | 17. Juni 2008
Auf jeden Fall fände ich es sinnvoll Parkberechtigungen nur für Einwohner zu erstellen. Da der Eintritt in das Strandbad kostenfrei ist werden wir sonst an schönen Wochenenden im Sommer ein zugeparktes Dorf haben. Das hat sich schon in den vorigen Jahren gezeigt, als nur der Bereich um den Kinderspielplatz eintrittfrei war (obwohl ja dort laut Beschilderung baden usw. nicht gestattet ist/war). Was dort abends z.T. für Müll hinterlassen wurde war sehr ärgerlich. Diese Kosten könnten meinetwegen durch eine Erhöhung der Parkgebühren getragen werden.
Hierauf antworten
A. Zumbrock | 30. Juni 2008
Vielleicht wäre es auch eine Lösung, alle öffentlichen, innerörtlichen Parkmöglichkeiten farblich zu markieren. Damit lenkt mal schon mal, wo geparkt werden darf und wo nicht.
Jeder Einwohner, der keinen Stellplatz auf Privatgrund hat, kann dann einen solchen öffentlichen Stellplatz per Jahresmiete pachten (z.B. für 20 Euro/Monat). Die öffentlichen Stellplätze, die nicht vermietet sind, sind für jeden zugänglich, egal ob Einheimischer oder Tourist.
Die Parkgebühren für die „Parkplätze mit Seesicht“ beim Strandbad sollten deutlich erhöht werden (z.B. 1 Euro/Stunde), egal ob Einheimischer, Bootsbesitzer oder Tourist.
Von den Einnahmen kann die Gemeinde einen Controletti einstellen, der alle Autos, die auf öffentlichem Verkehrsraum außerhalb der markierten Stellplätze parken, konsequent abschleppen läßt, egal ob Einheimischer oder Tourist.
Hierauf antworten
J. Straub | 19. August 2009
Bilder sagen mehr als tausend Worte…
Hierauf antworten
J. Straub | 02. September 2009
Die Saison 2009 übertrifft die Befürchtungen: Immer mehr Tagestouristen kommen in Sipplingen voll auf ihre (relativ geringen) Kosten. Wir Einheimischen und unsere Feriengäste leiden zunehmend unter den daraus resultierenden Begleiterscheinungen. An schönen Sommertagen wird unsere Gemeinde ihrem wertvollen Prädikat „Erholungsort“ so nicht mehr gerecht. Dafür bräuchten wir Klasse statt Masse, sanften Tourismus statt maßlosen Tagestourismus.
Andere Kommunen setzen wirksame Regulierungsinstrumente ein. Wieso sollte das nicht auch bei uns gelingen?
Möchten auch Sie die Missstände nicht länger hinnehmen? Dann sprechen Sie bitte unsere Entscheidungsträger an und drängen Sie auf entsprechende Gegenmaßnahmen.
Gleichzeitig könnten wir Bürger selbst aktiv werden und Lösungsvorschläge einbringen. Da Einzelbeschwerden und -initiativen erfahrungsgemäß nur wenig bewirken, erscheint es sinnvoller, gemeinsam zu agieren. Je nach Unterstützerzahl stehen uns dabei verschiedene Wege offen (vgl. hier).
Mit Hilfe der „Bürgerbefragung Sommer 2009“ möchte ich feststellen, wer ebenfalls Handlungsbedarf sieht und wer sich in welcher Weise für eine Entschärfung der Situation einsetzen möchte. Die Fragen lauten:
Hierauf antworten
A. Zumbrock | 04. September 2009
Ein neidischer Blick Richtung Untersee zeigt, wo auch bei uns die Lösung dieser Problematik liegen könnte: Die Gästekarten der deutschen Unterseegemeinden gelten seit diesem Jahr gleichzeitig als Fahrkarte für alle Busse und Bahnen des Verkehrsverbundes Hegau-Bodensee (VHB), die damit kostenlos benutzt werden können. Damit wird den Feriengästen das Umsteigen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel besonders leicht gemacht. Auf diese Weise sind Wanderungen und Ausflüge zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten bequem und ohne Stress möglich.
Bei uns am nördlichen Bodenseeufer könnte eine ähnliche Vereinbarung mit dem Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (BODO) getroffen werden. Wenn dann noch im Sinne eines „sanften Tourismus“ den Feriengästen die Anreise mit der Bahn durch Vergünstigungen schmackhaft gemacht werden würde, so daß sie ihr Auto Zuhause stehen lassen könnten, würde die derzeitige Verkehrs- und Parkplatzsituation im Sommer wesentlich entschärft.
Hierauf antworten
Antwort von Redaktion | 18. September 2009
Einige Passagen aus dem SÜDKURIER-Beitrag „Tourismus auf dem Prüfstand“ zur Situation in Bodman-Ludwigshafen:
Hierauf antworten
Redaktion | 28. Oktober 2009
„Kurtaxe wird teurer“ (SÜDKURIER, 28. Oktober 2009)
Hierauf antworten
Antwort von J. Straub | 28. Oktober 2009
Nun werden also ausgerechnet diejenigen, die neben uns Einheimischen am meisten unter den Folgen des ausufernden Tagestourismus leiden und den sinkenden Erholungswert beklagen, mit einer Gebührenerhöhung um über 33 Prozent zur Kasse gebeten.
Hierauf antworten
Redaktion | 05. November 2009
„Bürgerinformation: Stadt stellt Parkkonzept für die Unterstadt vor“
(Pressemitteilung der Stadt Ravensburg, 4. November 2009)
Hierauf antworten
Mitteilungsblatt der Gemeinde | 13. Januar 2010
Aus der Rede von Bürgermeister Anselm Neher anlässlich des Neujahrsempfangs am 8. Januar 2010, abgedruckt im Mitteilungsblatt der Gemeinde Sipplingen (2010, Nr. 2):
Hierauf antworten
Redaktion | 27. Februar 2010
Erg. vom 6. März 2010:
Hierauf antworten
Mitteilungsblatt der Gemeinde | 17. März 2010
Ausgabe 2010, Nr. 11 (Auszüge):
Hierauf antworten
Antwort von J. Straub | 28. März 2010
Bei diesem Tagesordnungspunkt gelang es dem Gemeinderat, während der Aussprache eine Lösungsvariante zu entwickeln, die meines Erachtens besser als die zunächst vorgeschlagenen Konzepte ist. Weitere Informationen folgen in Kürze…
Hierauf antworten
Antwort von Mitteilungsblatt der Gemeinde | 31. März 2010
Ausgabe 2010, Nr. 13 (Auszüge):
Hierauf antworten
Antwort von Redaktion | 1. April 2010
Hierauf antworten
Antwort von Homepage der Gemeinde | 27. April 2010
Kurzbericht zur Gemeinderatssitzung vom 21.04.2010:
Hierauf antworten
Redaktion | 24. April 2010
Hierauf antworten
Antwort von A. Zumbrock | 24. April 2010
Wer Parkplätze sät, wird Verkehr ernten. Wollen die Sipplinger wirklich noch mehr Verkehr, Autos, Krach und Häßlichkeit und dafür noch mehr Grünflächen opfern?
Hierauf antworten
J. Straub | 25. April 2010
Das Tourismuskonzept des CDU Ortsverbands Uhldingen-Mühlhofen zeigt, dass in anderen Seegemeinden bereits ein Umdenken stattfindet. Insbesondere die von mir rot hervorgehobenen Passagen belegen eine fortschrittliche Denkweise, die in unserem Gemeinderat dem Abstimmungsergebnis nach offensichtlich nur von Josef Dichgans geteilt wird:
Der gesamte Vorschlag des CDU Ortsverbands: 0814-Tourismuskonzept_Endfassung3.pdf
(siehe auch unter http://www.uhldingen.cdu.de)
Hierauf antworten
T. Budde | 15. Mai 2010
Ich glaube nicht, daß eine Erweiterung der Parkplätze die Lösung des Problems ist.
Mehr Parkplätze = mehr Parkplatzsuchende. Es ist ja schön und sozial, daß man in Sipplingen das Strandbad kostenlos nutzen kann, dies führt aber gerade dazu, dass unser Ort primäres Ziel der Kurzzeitgäste wird. Motto: Hauptsache billig oder umsonst. Ich plädiere für eine Strandbadgebühr, ähnlich wie in Ludwigshafen oder Überlingen.
Der Parkplatzsuchverkehr, der uns alljährlich in den Sommermonaten so nervt, könnte durch Parkplatzleitsysteme (wie in den Parkhäusern von Städten) verbessert werden.
Hierauf antworten
R. P. Mehl | 03. Juli 2010
Ich war heute mal wieder wie so oft in Sipplingen. Der Badestrand -- alle Achtung gegenüber wie er vor Jahren war -- sehr schön.
Aber jetzt muss ich sagen, es ist wie in vielen Gemeinden: der Kunde wird abgezockt.
Wir sind um 13.42 Uhr ins Restaurant Riva zum Essen gegangen. Da der Parkplatz von Badegästen belegt war, habe ich mich in Verlängerung des Motorradparkplatzes hingestellt und niemanden behindert. Der fade Nachgeschmack: anscheinend war jemand von der Gemeinde beauftragt und vor Ort, denn laut dem Strafzettel in Höhe von 10,- € wurde dieser um 13.45 Uhr ans Auto geheftet.
Diese Vorgehensweise ist nicht in Ordnung. Es sollte dann auch sichergestellt sein, dass die Badegäste nicht den Parkplatz des Restaurants belegen oder dessen Mitarbeiter, der ja vor Ort war, hätte da einen Ton sagen können. So wären wir auch lieber in einen Nachbarort zum Essen gegangen. Wir werden auf jeden Fall in Zukunft diesen Ort meiden und selbstverständlich dies auch in unserem Bekanntenkeis weitergeben.
Ich kann nur sagen: weiter so und dem Mitarbeiter alles Gute. Er wird bestimmt zum Mitarbeiter des Jahres. Immer schön versteckt arbeiten!
Hierauf antworten
Redaktion | 12. August 2010
Hierauf antworten
Redaktion | 28. August 2010
Hierauf antworten
Redaktion | 28. August 2010
Hierauf antworten
Redaktion | 28. August 2010
Ein Kommentar von Wilhelm Leberer (Südkurier, 28. August 2010):
Hierauf antworten
Redaktion | 01. September 2010
(Leserbrief, abgedruckt am 1. September 2010 im Überlinger Teil des Südkuriers)
Hierauf antworten
Redaktion | 25. September 2010
Südkurier, 25. September 2010 (Auszug):
Hierauf antworten
Antwort von A. Zumbrock | 12. Oktober 2010
Stellungnahme der BUND-Ortsgruppe zum geplanten Bau eines Parkplatzes bei Sipplingen:
Hierauf antworten
Redaktion | 16. Oktober 2010
Hierauf antworten
Homepage der Gemeinde | 20. Oktober 2010
Kurzbericht zur Gemeinderatssitzung vom 13.10.2010:
Hierauf antworten
Mitteilungsblatt der Gemeinde | 12. Januar 2011
Aus der Rede von Bürgermeister Anselm Neher anlässlich des Neujahrsempfangs am 7. Januar 2011, abgedruckt im Mitteilungsblatt der Gemeinde Sipplingen (2011, Nr. 1/2):
Hierauf antworten
Mitteilungsblatt der Gemeinde | 02. März 2011
Ausgabe 2011, Nr. 9 (Auszug):
Hierauf antworten
Redaktion | 11. März 2011
Hierauf antworten
K. Kwiatkowski | 23. August 2011
Auch mir ist die Parkplatzsituation in Sipplingen bekannt und hat mich so manchen Tag schon Nerven gekostet. Allerdings bin ich kein Anwohner, sondern komme aus einer seenahen Gemeinde ohne Freibad und nutze den See am Feierabend und Wochenende zur Erfrischung und Erholung. Wenn man es streng genommen sehen will, bin ich also einer dieser verteufelten Tagestouristen. Mich bestürzt, dass der ein oder andere Sipplinger den Bodensee und „sein“ Ufer anscheinend als Privateigentum wähnt, auf das nur er und sein auserwählter Kreis an Dauergästen Anspruch hat. Da Frage ich mich allerdings, was macht ein solcher Sipplinger denn sonst so in seiner Freizeit oder außerhalb der Hochsaison. Geht er nicht auch in den umliegenden Städten Lebensmittel einkaufen, Kleidung shoppen, ins Kino, Tanzen etc. Wenn ich mir dann die angestrengte Parkplatzsituation an nicht so heißen Wochenenden oder am Abend in in Innenstädten von Singen, Tuttlingen, Konstanz usw. ansehe, finde ich doch ziemliche Ähnlichkeiten -- und hier parkt dann sicherlich der ein oder andere Sipplinger auf knappen Parkraum. Fakt ist nun einmal, der Bodensee gehört der Allgemeinheit und jeder hat Anspruch auf ein kühles Bad in schönen Ambiente. Fakt ist auch, dass an heißen Sommertagen nicht nur in Sipplingen viel los ist, sondern auch in den anderen Seestrandbäder sowie in jedem Freibad in der Umgebung. Anstatt in diesem Blog den bösen Kreis von Tagestouristen zu verteufeln -- die man außerhalb der Hochsaison als zahlenden Gastronomiegast dann ja doch gerne sieht -- sollte man lieber an einer Lösung arbeiten, die für alle Personenkreise erträglich ist.
Hierauf antworten
Antwort von J. Straub | 23. August 2011
Sehr geehrte(r) Frau/Herr Kwiatkowski,
herzlichen Dank für Ihre Außensicht. Ich zähle zu den Kritikern des übermäßigen Tagestourismus, wobei ich nicht die Gäste „verteufle“, sondern die aktuellen Rahmenbedingungen mit deren Begleiterscheinungen für verbesserungswürdig halte.
In der Tat nutze ich häufig die Infrastruktur unserer Nachbargemeinden. Dort ist es üblich, eine angemessene Parkgebühr zu entrichten und den Parkraum auf ein erträgliches Maß einzuschränken, bspw. mit Parkverbotszonen oder Parkausweisregelungen für Anwohner. Sobald die vorhandenen Parkplätze belegt sind, kann man davon ausgehen, dass auch Kapazitätsgrenzen der Geschäfte oder Freizeiteinrichtungen erreicht sind. An Tagen mit besonders großem Besucherandrang (z.B. bei Veranstaltungen) weiche ich auf das Fahrrad oder auf die öffentlichen Verkehrsmittel aus. Gerade für Freizeitaktivitäten ohne die Notwendigkeit eines bequemen Transportfahrzeugs sind diese dank der guten Anbindung Sipplingens bestens geeignet. Das gilt übrigens auch umgekehrt.
Das „schöne Ambiente“ Sipplingens gibt es leider nicht zum Nulltarif. Unsere Gemeinde setzt(e) speziell im Uferbereich sehr viele finanzielle Mittel ein, die an anderen Stellen eingespart werden müssen. Dabei fallen mir u.a. die steigende Pro-Kopf-Verschuldung, die maroden Wasserleitungen und der verletzungsträchtige Rathausplatz ein. Auch als Privatpersonen werden wir ordentlich zur Kasse gebeten, was meines Erachtens einen gewissen Qualitätsanspruch rechtfertigt. So bezahl(t)en wir vergleichsweise hohe Grundstücks-, Immobilien- oder Mietpreise, halten uns an die teuren Auflagen des Denkmalschutzes oder engagieren uns in vielfältiger Weise für ein intaktes Dorfleben, womit wir zu unserem schönen Ambiente beitragen. Diese Motivation gilt es zu fördern und zu erhalten.
Wir sollten „an einer Lösung arbeiten, die für alle Personenkreise erträglich ist“ -- hier erhalten Sie meine volle Zustimmung. Dazu bedarf es eines mehrheitsfähigen Tourismuskonzepts. Wir Sipplinger müssten uns zunächst der Frage stellen, wo wir uns zwischen Quantität und Qualität einpendeln wollen.
Hierauf antworten
Redaktion | 27. September 2011
Hierauf antworten
M. Nickley | 11. April 2012
Hier meldet sich noch so ein nicht so willkommener Tagestourist.
Ich schätze Sipplingen sehr, da der Ort mit dieser Lage einen sehr hohen Erholungs- und Freizeitwert hat (gerade mit Kleinkind).
Auch mich stört als Gast, der Erholung sucht, das Verkehrsaufkommen und die Parkplatzsituation sehr und ich würde gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, zumal der Bahnhof in Sipplingen in einer Toplage ist.
Nur leider sind die Bahn-Verbindungen von Tuttlingen aus sehr schlecht mit zwei mal Umsteigen in Singen und Radolfzell und auch sehr teuer (einfache Fahrt pro Person 12,20 €).
Ich empfehle ein verkehrsmaßiges Gesamtkonzept bzgl. öffentlicher Verkehrsmittel mit Einbeziehung des Umlandes mit attraktiven Verbund-Tageskarten wie z.B. innerhalb des Verkehrsverbundes Hegau-Bodensee.
Ich hoffe, hier etwas anregen zu können.
Hierauf antworten
Ihr Kommentar