Informationsveranstaltung zur Gästekarte

Vor gut zwei Jahren sprach sich der Sipplinger Gemeinderat für die Einführung der Echt-Bodensee-Card (EBC) aus. Die seitherigen Entwicklungen und Erfahrungen veranlassen zu einer Zwischenbilanz, um über die weitere Vorgehensweise entscheiden zu können. Zur fundierten Meinungsbildung ist nun die Betrachtung der Gästekarte aus verschiedenen Perspektiven geboten.

Am 14. März 2018 um 19:00 Uhr findet im Hotel Krone am See eine öffentliche und kostenlose Informationsveranstaltung zu diesem Thema statt, zu alle Interessierten im Bereich Tourismus, ÖPNV, Gastronomie und Einzelhandel eingeladen sind.


Der einleitende Vortrag wird vom Verein Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. gehalten und beinhaltet unter anderem die Forderung einer kreisübergreifenden ÖPNV-Gästekarte. Im Anschluss daran besteht die Gelegenheit zur offenen Diskussion. Über eine rege Teilnahme würden sich die Fraktionen des Gemeinderats sehr freuen.

Dazu gibt es 2 weitere Kommentare/Informationen

  1. Wie soll es eigentlich mit der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH und deren Echt Bodensee Card weitergehen? Landrat Lothar Wölfle (CDU) lädt zwar Vermieter zu einer Infoveranstaltung in das Landratsamt, aber bereits im Vorfeld der Veranstaltung gibt es mehr Fragen als Antworten. So bastelt man bereits seit 07. März 2013 an dieser Gästekarte und ein Ende der „Bastelstunden“ ist nicht abzusehen.

    Kürzlich wurde angekündigt, dass die Gemeinde Heiligenberg dem Bündnis neu beitreten will. Nur findet sich bis zum heutigen Tag auf dem Internetforum der Gemeinde Heiligenberg kein Hinweis auf die EBCund allein die rechtliche Unmöglichkeit der EBC oder einer konformen Kurtaxe wird täglich größer. Es liegt mir fern, in innerörtlichen Sipplinger Gemeindeanliegen Ratschläge zu erteilen, meine aber, dass es durchaus sinnvoll sein könnte, die Kündigungsfrist für die Mitgliedschaft bei der DBT nicht einfach verstreichen zu lassen, sondern nach gewissenhafter Prüfung, rein vorsorglich zu handeln. Insofern möchte ich auf meinen Beitrag in http://www.forum-langenargen.de verweisen:

    Das Märchen vom Bodensee: Seht nur, die Chipkarte kommt nicht (Tourismus 03.04.2018).

    Mit freundlichem Gruß

  2. Kürzlich meldete die Schwäbische Zeitung: EBC-Gegner werden in Immenstaad rausgeworfen. Aus einer Informationsveranstaltung in Sipplingen sind ihnen einige Personen bekannt und die Frage steht im Raum: Was war da los. Ich habe versucht in einem Leserbrief an die Schwäbische Zeitung etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

    Bis heute sieht man Dr. med. Hartmut Walter als einen Muntermacher in Sachen Tourismus, engagiertem Natur- und Datenschutz. Es gehört schon viel Kopflosigkeit dazu, solch einen aktiven Demokraten rauszuwerfen. Herbert Maerz ist als Gastgeber nicht weniger engagiert. Allein seit Beginn diesen Jahres haben sie in vier Veranstaltungen nahezu 400 Gastgeber begeistert und mit Kritikern geduldig diskutiert. Dabei ging es auch immer wieder um die Frage, brauchen wir die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT), die nach Angaben des Geschäftführers Enrico Heß, bei der Veranstaltung auf Anfrage bestätigte, im vergangenen Jahr neu 576.000 Euro an Gesellschaftereinlagen und damit Steuermittel verbraucht zu haben und dass sowohl Frickingen als auch Heiligenberg in diesem Jahr der DBT nicht beitreten. Heß erklärte weiter, dass die EBC-Abgabe von 75 Cent an den Verkehrsverbund nicht steigt, obwohl das Fahrtentgelt bei Bodo seit 2016 um ca. 5% erhöht wurde. Als die Fragen zunehmend als unangenehm empfunden wurden zog sich die Diskussionsleiterin, Frau Prof. Dr. Brittner-Widman, mit dem Mikrofon zurück und erklärte plötzlich in Übereinstimmung mit der Leiterin der Tourist Info, Stegman, ortsfremde Personen seien unerwünscht. Als Frau Stegman und Prof. Dr. Brittner Widman später, nach heftigen Unmutsbekundungen der Immenstaader betonten, es sei nicht die Absicht gewesen jemanden auszuladen – waren die Betroffenen schon auf dem Weg zu ihren Fahrzeugen. Gerade zum Thema Datensicherheit und dem neuen Datenschutzrecht hätte Frau Pfleiderer, Langenargen vieles sagen können, bevor Gastgeber wegen eines Abmahnvereins oder findigen Rechtsanwalts Haus und Hof verlieren. Nun möchte ich abschließend anmerken, dass der junge Bürgermeister Johannes Herne den Demokratie-Test eindeutig nicht bestanden hat. Da gibt es inzwischen viele Gemeinsamkeiten mit seinem CDU – Amtskollegen Achim Krafft aus Langenargen. Vieles zu dem Thema kann man in http://www.forum-langenargen.de nachlesen.

    Mir sei eine Schlußbemerkung gestattet. Am 08.05.2014 bemängelte Frau Prof. Dr. Anja Widmann, Studiengangsleiterin Duale Hochschule Baden Württemberg Ravensburg „die insgesamt etwas eingeschlafene Diskussionskultur unter Touristikern“ und führte aus, dass „Student*innen durch methodische Umgestaltungen der Vorlesungen dazu angehalten werden freier zu denken und kritisch zu hinterfragen.“

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