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  1. Rinder sollen einzigartige Landschaft pflegen

    Firma Seiler aus Owingen baut für rund 174 000 Euro den gemeindeeigenen Schaf- in einen Rinderstall um. Die Gesamtkosten belaufen sich 243 500 Euro.

    Für einen Pauschalpreis von rund 174 000 Euro hat der Gemeinderat weitere erforderliche Arbeiten für den Umbau des gemeindeeigenen Schafstalls in einen Rinderstall an die Firma Seiler aus Owingen vergeben. Den 243 500 Euro teuren Umbau in Zusammenhang mit der Landschaftspflege hatte das Gremium schon in der letzten Sitzung 2012 diskutiert und der Konzeption vorbehaltlich der Zuschussbewilligung zugestimmt (wir berichteten). Mittlerweile ist ein 70-prozentiger Landeszuschuss zugesagt worden.

    Wie Bürgermeister Anselm Neher erläuterte, betragen die zuwendungsfähigen Kosten 243 505 Euro, die Förderung beläuft sich auf 170 453 Euro – das sind 70 Prozent der Gesamtkosten. „Für die zügige Umsetzung der Neukonzeption und den Zuschuss ist es nun wichtig, dass das Vorhaben noch in diesem Jahr fertig gestellt und abgerechnet wird“, so Neher. Er schlug vor, die Arbeiten an den Owinger Betrieb zum Festpreisangebot zu vergeben. Da die frühere Ausschreibung der einzelnen Gewerke eine wesentliche höhere Summe ergeben habe und infolge des derzeitigen Preisgefüges auf dem Baumarkt „nicht zufriedenstellend“ gewesen sei, so der Bürgermeister, sei die Vergabe an die Firma Seiler auch vergaberechtlich und für die Zuschussgewährung in Ordnung. Neher: „Dies ist so mit dem Regierungspräsidium angesprochen.“ Zusätzlich zu diesen Arbeiten seien noch rund 25 000 Euro für die Tiefbauarbeiten einzukalkulieren, die die Firma Seiler beschränkt ausschreiben und die Verwaltung eigenständig vergeben werde. Mit den bereits erteilten Arbeiten zur Errichtung der Güllegrube und der Betonarbeiten werde der zuschussfähige Höchstbetrag nicht überschritten. „Der Kostenrahmen ist eventuell sogar unterschreitbar“, teilte Bürgermeister Anselm Neher mit.

    Wie berichtet, soll der in den 1970er Jahren gebaute Schafstall oberhalb des Ortes erweitert werden. Der Landwirt Thomas Gobs möchte seinen Betrieb von der in dieser Lage unwirtschaftlichen und arbeitsintensiven Milchviehhaltung auf eine extensive Rinderhaltung umstellen. Ziel ist unter anderem der Erhalt einer zukunftsfähigen Landwirtschaft als wichtige Säule der Landschaftspflege. Gobs bewirtschaftet in Sipplingen viele Flächen: 20 Hektar Obstwiesen im Rahmen der Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleichsförderung und sechs Hektar extensives Grünland über einen Vertrag der Landschaftspflegerichtlinien.

    „Die Flächen sind in sehr gutem Zustand. Wir sind sehr zufrieden“, lobte Anselm Neher. Thomas Gobs hatte gesagt, er wolle sich weiterhin „für die einzigartige Landschaft“ einsetzen und mit der extensiven Beweidung „das Beste aus dem Landschaftsschutzgebiet machen“.

    (SÜDKURIER, 01. März 2013)

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