Tourismus

Der Fremdenverkehr ist ein wichtiges Standbein unserer Gemeinde.
Alles, was mit diesem Thema zusammenhängt, kann hier veröffentlicht oder diskutiert werden.

Insbesondere die Vermieter von Privatzimmern bzw. Ferienwohnungen, die Gastwirte und die Bediensteten der Tourist-Information sind dazu herzlich eingeladen.

Dazu gibt es 11 weitere Kommentare / Informationen

  1. Ursipplingerin geht nach 20 Jahren

    Bürgermeister Anselm Neher verabschiedete Ruth Bonauer von der Sipplinger Tourist-Information in den Ruhestand

    Sipplingen (hk) Fast 20 Jahre war Ruth Bonauer in der Tourist-Information Sipplingen tätig. „Das ist eine lange und auch sehr wichtige Zeit in der Entwicklung von unserem Tourismusgeschäft“, sagte Bürgermeister Anselm Neher, der die Touristikerin unter dem Applaus der Gemeinderäte und Bürger in den Ruhestand verabschiedete. Bonauer war noch unter Altbürgermeister Kurt Binder eingestellt worden. „Dabei hatte er eine sehr glückliche Hand“, so Neher .

    Er sagte weiter, Bonauer sei eine „Ursipplingerin“, die sich durch ein hohes Maß an Verantwortung gegenüber ihrer Gemeinde auszeichne, große Menschenkenntnis besitze und auch gerne in Sipplingen wohne. „Sie kennen jeden und jeder kennt Sie“, so Neher.

    Rückblickend sagte der Bürgermeister, dass vor 20 Jahren noch eine völlig andere Anforderung an einen Tourismusstandort verbreitet gewesen sei. Internet habe es noch nicht gegeben, Bonauer habe die Entwicklung mitgetragen und selbst aktiv mitgewirkt. Neher sagte weiter, dass sich der Tourismus langsam entwickelt habe, am Anfang sei noch von Fremdenverkehr gesprochen worden. Erst der Begriff Tourismus habe den „touch“ gehabt, das zunehmend Feriengäste erschienen seien. Nach und nach habe man entdeckt, dass es für die Einheimischen in Sipplingen nicht nur schön sei, sondern dass man auch gern Gastgeber sei.

    „Dieses Gastgeber sein ist das, was diejenigen ausmacht, die in der Tourist-Information beschäftigt sind. Der Mensch muss dort ankommen. Er muss freudig empfangen werden. Er muss wissen, jetzt kommt er in gewisser Weise nach Hause. Er fühlt sich dann Zuhause. Und dieses Gefühl mitzuteilen ist Ihnen wahrhaft gelungen“, sagte Neher zu Bonauer. Diese habe zum einen Lokalkolorit verbreitet, zum anderen habe sie brilliert durch ein ausgezeichnetes Wissen um die hiesige Region. Bonauer habe die Menschen beraten. „ohne dass sie es besser gewusst hat, wenn man so will“. Neher: „Sie haben den Mensch und den Urlaubswunsch stets in den Mittelpunkt Ihres Gesprächs gestellt. Und was kann es schöneres sein, wen der Gast dann bei uns geblieben ist.“

    (SÜDKURIER, 02. November 2011)

  2. Angst vor dem „großen Chaos“

    Sipplingen (hk) Wieder Ärger um Hundehalter in Sipplingen: Stark kritisiert hat Gemeinderat Bernhard Bittlingmaier (FW) in der Gemeinderatsitzung die Verunreinigungen mit Hundekot rund um die Uferanlagen. „Ich stelle fest, dass immer mehr Auswärtige zu uns kommen, und dann ihre Hunde am Ufer frei laufen lassen“, sagte er.

    Wenn das so weiter gehe, sei eines Tages ein „großes Chaos“ zu befürchten, Schwimmen sei dann kaum noch möglich. Bürgermeister Anselm Neher entgegnete, dass Hunde in der Tat „überhand genommen“ hätten. Das bestätigten auch die Mitarbeiterinnen der Tourist-Information, demzufolge Klagen von Besuchern meist Hundverunreinigungen zum Inhalt hätten.

    „Die meisten Hundebesitzer wissen, wie man mit einem Hund umgeht. 10 bis 20 Prozent scheinen das aber nicht zu wissen“, sagte Bürgermeister Neher. Es gelte, die Beschilderung zu überprüfen, auch der Gemeindevollzugsdienst müsse verstärkt ein Auge auf die Uferanlagen werfen.

    Erst vor wenigen Tagen hatte die Gemeindeverwaltung in ihrem Organ darauf verwiesen, dass Kinderspielplätze und Grünanlagen keine Hundeklos seien. Sie appellierte an die Hundehalter dafür zu sorgen, „dass diese Flächen, wo tagsüber Kinder spielen, nicht für Hunde zugänglich sind und schon gar nicht als Plätze für deren Notdurft angesehen werden können“. Sie stellte ferner fest, dass die Uferanlagen generell für Hunde gesperrt sein. Alle Hundehalter, so die Verwaltung weiter, „sind sehr dringend gebeten, künftig vermehrt darauf zu achten, dass ihre Hunde in den vorgenannten Bereichen keine Verschmutzungen mehr vornehmen“. Außerdem wies die Verwaltung darauf hin, dass das freie Laufenlassen von Hunden in den Parkanlagen und Naturschutzgebieten streng verboten sei. Neher kündigte an, dass die Angelegenheit noch einmal im Gemeinderat behandelt werden müsse, um Verbesserungen zu erreichen.

    (SÜDKURIER, 02. November 2011)

  3. Jetzt übernimmt eine Frau das Ruder

    Sipplingen (hk) Cornelia Lang löst Christian Müller als Chef des Touristik-Fördervereins ab.

    Cornelia Lang steht ab sofort dem Touristik-Förderverein vor. Die bisherige stellvertretende Vorsitzende löst Christian Müller ab, der das Amt seit 2008 innehatte, es jetzt aus beruflichen Gründen aber abgeben musste. Bei der Jahresversammlung in der „Krone“ machte Müller in seinem Jahresrückblick deutlich, dass der Verein sein für 2011 gestecktes Ziel nicht erreicht habe. Grund dafür sei das aufgrund schlechten Wetters „leider ins Wasser gefallene“ Seezauber-Fest gewesen, das im August in den Seeuferanlagen unter dem Motto „Feurige Nacht“ hätte hätte stattfinden sollen. „Wir haben daraus gelernt; im Nachhinein ist man immer schlauer“, bedauerte Müller den Schritt der Absage, den man seiner Meinung „vielleicht nicht“ hätte machen müssen. Adrian Staiger, Vorsitzender der das Fest mitveranstaltenden Musikkapelle Sipplingen flocht ein, man habe sich seinerzeit infolge der ungünstiger Wettervorhersage zu diesem Schritt entschieden. Entgegen dieser Vorhersage habe das Tief aber dann einen anderen Kurs genommen, sodass es am Abend warm und trocken war. Dieses Jahr nun hoffe man auf besseres Wetter, um das Fest zum zehnten Mal ausrichten zu können. Das Moto „Feurige Nacht“ bleibe bestehen, so Müller.

    Der Ausfall des Festes hatte auch eine gravierende Auswirkung auf die Kasse des Vereins: Angesichts fehlender Einnahmen und zu bezahlenden Ausfallgagen sank das Vereinsvermögen allein um rund 8000 Euro, wie Kassier Josef Weiss berichtete.

    Schriftführerin Ruth Bonauer berichtete von 16 neuen Mitgliedern, die die Anzahl auf insgesamt 98 Personen hätten steigen lassen. „Es ist wichtig, dass wir die Tourist-Information bei verschiedenen Aktionen finanziell unterstützen“, machte sie den Sinn und Zweck des Fördervereins klar. In das gleiche Horn blies Bürgermeister Anselm Neher. „Wir brauchen den Touristikförderverein. Er ist ein wichtiger Financier von Veranstaltungen“, betonte er. Die Gemeinde Sipplingen stehe in ständiger Herausforderung in Bezug auf den Tourismus, die man aber auch gerne annehme. „Die Touristen kommen nicht von alleine“, gab Neher zu bedenken.

    (SÜDKURIER, 16. März 2012)

  4. Die Marke 50 000 im Visier

    Die Gemeinde Sipplingen freut sich über weiter steigende Gästeankünfte und Übernachtungszahlen

    Die Übernachtungszahlen in der Gemeinde Sipplingen sind in diesem Jahr gegenüber 2011 um vier Prozent von 46 633 auf 48 630 gestiegen, obwohl die Monate November und Dezember noch fehlen. Auch die gemeldeten Ankünfte haben zugenommen: um sieben Prozent von 9163 auf 9903. Das entspricht einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 4,9 Tagen wie im Vorjahr. „Wir konnten das gute Jahr 2011, als es bereits einen Zuwachs um sieben Prozent gegeben hatte, noch einmal toppen. Vielleicht knacken wir noch die 50 000-Marke“, zeigte sich Julia König, Leiterin der Tourist-Information, während ihres Berichtes im Gemeinderat „super zufrieden“.

    Nach wie vor sei es von vorrangigem Interesse, die Nebensaison zu beleben, sagte sie. Das soll mit einer kostenfreien Schifffahrt mit der Gästekarte ermöglicht werden. Auch Bürgermeister Anselm Neher freute sich, jährlich steigende Übernachtungszahlen präsentieren zu können. „Seit Jahren ist Deutschland das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Davon profitiert auch die Bodenseegemeinde Sipplingen.“

    Um für die Gemeinde zu werben, haben die Mitglieder der Tourist-Information wieder mehrere Veranstaltungen und Messen, wie die CMT Stuttgart und die Free München, besucht. Außerdem beteiligte man sich an mehreren Road-Shows in mehreren Bundesländern. Anzeigen wurden in vielen Publikationen geschaltet. „Um gute Übernachtungszahlen zu erreichen, müssen wir noch mehr Gäste ansprechen“, verdeutlichte Julia König. Denn die Kapazität dazu ist nach ihren Worten in der Gemeinde vorhanden. 92 Gastgeber haben in diesem Jahr 492 Betten gemeldet. Davon waren das Jahr über gesehen aber nur 46 Prozent ausgelastet. „Das kann man also noch steigern“, so König, die diesbezüglich eine Saison von 210 Tagen zugrunde legt.

    Den Anstieg der Übernachtungszahlen begründete die Touristikerin mit dem guten Wetter im Sommer und der guten Qualität der Gastgeber. Insbesondere der Personenkreis über 50 Jahre und Familien wurden in erster Linie in Sipplingen registriert, was nach Worten von König wichtig für die Angebotsgestaltung vor Ort ist. In Bezug auf die Altersgruppen sagte sie, dass mit 12 147 Übernachtungsgästen die 46- bis 55-Jährigen die stärkste Besuchergruppe darstellten. Es folgen laut König die 56- bis 65-Jährigen (8253) und die 36- bis 45-Jährigen (5943). Nach wie vor gering ist der Anteil der 16- bis 18-Jährigen, bei denen 273 Übernachtungen und damit die Häfte weniger als im Vorjahr gezählt wurden. Julia König bedauerte, dass der Anteil ausländischer Gäste stagniert. „Das ist schade, weil immer mehr ausländische Gäste Deutschland als Urlaubsland aussuchen. Wir müssen als kleine Gemeinde den Markt noch besser bewerben“, so König.

    „Unbedingt was tun“ müsse man auch in Bezug auf soziale Netzwerke wie facebook, „andere Gemeinde sind uns diesbezüglich voraus“, so König. Die Gästebefragung habe ergeben, dass die meisten die Sauberkeit des Ortes, den Naturbadestrand und die Uferpromenade sowie das Wandergebiet in der Steiluferlandschaft schätzen. Negativ beurteilt wurde zum einen die Problematik mit Hunden, zum andern die Radwegsituation.

    Dass das Team um Julia König viel vorhat, ließ sich den weiteren Ausführungen der Tourismusexpertin entnehmen. Aufgrund eines neuen Logos der Vierländerregion Bodensee ist eine Anpassung aller Printmedien und der Internetseite erforderlich. Außerdem sind eine Neuauflage des Ortsplans und eine Neukonzeption „Der kleine Stadtführer“ beabsichtigt. In Planung sind die Produktion von Werbegeschenken und Souvenirs, ein Internetzugang für Gäste und eine E-Bike-Broschüre. Außerdem ist eine Neuauflage der in diesem Jahr erfolgreich gestarteten Hörspielkirche projektiert. 1500 Besucher wurden dieses Jahr gezählt. König: „Für die erste Saisoan wirklich gut. Aber es ist noch Luft nach oben.“ (hk)

    (SÜDKURIER, 5. Dezember 2012)

  5. Bequeme Zimmersuche rund um die Uhr

    Eine neue Gästeinformations-Anlage auf dem Platz vor der Tourist-Information erhält die Gemeinde Sipplingen. Sie soll zu Ostern 2013 im Einsatz sein.

    Die Gemeinde Sipplingen erhält eine neue Gästeinformations-Anlage auf dem Platz vor der Tourist-Information. Das beschlossen die Mitglieder des Tourismusfördervereins Sipplingen während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Rathaussaal. Nach Vorstellung dreier Möglichkeiten, wie sich die Gemeinde ihren Gästen künftig präsentieren möchte, entschieden sich die Anwesenden nach lebhafter Diskussion für eine multimediale Informationsanlage, die ab Ostern ihren Dienst verrichten soll.
    „So, wie es dieses Jahr notgedrungen war, darf es nicht bleiben und muss für die Saison 2013 dringend geändert werden“, hatte Vorsitzende Cornelia Lang nochmals verdeutlicht. Das diesjährige Seezauberfest sei ein Riesenerfolg gewesen und habe den Verein zusammen mit dem erwirtschafteten Geld der Vorjahre finanziell in die Lage versetzt, über den Kauf einer komplett neuen Info-Anlage nachzudenken. „Alle Besucher und Gäste, alle Vermieter, die Gemeinde und die ortsansässigen Dienstleister könnten bei einer neuen Anlage von einem interessanten Mehrwert profitieren“, sagte sie.

    Möglichkeit eins ist nach Langs Worten der Erhalt der bisherigen Kästen mit schönerem Layout wie ein neuer Ortsplan, aber ohne eine „Frei/Belegt“ –Funktion für 4467 Euro. Option zwei sei der Erhalt der bisherigen Kästen mit schönerem Layout und zusätzlich einer nicht zukunftsorientierten Wiederherstellung der „Frei-/belegt“-Funktion“ für 11 600 Euro. Als dritte Alternative nannte Lang die Installation einer neuen multifunktionalen Info-Anlage, die inklusive Aufstellen 10 341 Euro kosten wird.

    „Der Gast kann sich hier über alles Mögliche informieren“, sagte sie. Unter anderem sei eine Multivisionsshow, eine E-Mail-Fotoservice und das Ausdrucken jeder Bildschirmseite möglich. „Außerdem kann alles beworben werden, was bisher nicht möglich war“, so die Vereinsvorsitzende. Die neue Anlage wird eine bequeme Zimmersuche – 24-Stunden am Tag – ermöglichen. Auf beleuchteten Teilnehmerfeldern können die örtlichen Vermieter und Gastronomen ihr Angebot präsentieren. Farbige Leuchtsymbole zeigen dem Gast, ob im ausgewählten Haus noch ein Zimmer frei ist. Ein Druck auf den Touchscreen genügt – und schon erscheinen auch hier alle wichtigen Daten und Bilder für die Zimmersuche. Die Datenpflege des Terminals übernimmt die Firma „Feratel media technologies AG“.

    Für die Mieter von Sipplingen entstehen durch die neue Anlage keine zusätzliche Kosten, es sei denn, sie wollen ein solches Teilnehmerfeld in der Anlage. Mit diesen Werbefeldern sollen die jährlichen Kosten für die von der Firma „Feratel media technologies AG“ übernommene Wartung von 940 Euro finanziert werden. Hier können sich nach Worten Langs Vermieter ein Feld für jährlich 100 (großes Schild) beziehungsweise 50 Euro (kleineres Schild) reservieren lassen; Mitglieder des Vereins erhalten die Felder für 80 beziehungsweise 40 Euro. Maximal seien hier Einnahmen von 2400 Euro zu erwarten, „wir könnten hier sogar noch einen Gewinn machen“, so Lang. Die Mitglieder sprachen sich schließlich einstimmig für die dritte Möglichkeit aus.

    Cornelia Lang zeigte sich gegenüber dem SÜDKURIER froh, dass rund 30 der Mitglieder dafür votierten, dass sich die Gemeinde ab kommender Saison mit einer multimedialen Informationsanlage präsentieren wird. „Von A wie Ärzte bis Z wie Zimmersuche sind alle für unser Dorf relevanten Bereiche abgedeckt“, sagte sie. Nicht nur Besucher könnten sich dann über ein facettenreiches Sipplingen informieren, sondern auch für die eigene Bevölkerung soll hier ein umfangreiches Info-Terminal entstehen. Lang: „Wir wünschen uns und werden uns dafür einsetzen, dass es uns als Verein gelingt, alle mit ins Boot zu holen. Ob Vermieter, Geschäfte, Dienstleister, Künstler, die Gemeinde – hier wäre die Möglichkeit, Sipplingen und seine Infrastruktur an einem zentralen Punkt darzustellen.“ Ab Ostern 2013 soll die Anlage funktionsfähig sein. (hk)

    (SÜDKURIER, 14. Dezember 2012)

  6. Für bequeme Zimmersuche rund um die Uhr

    Von HOLGER KLEINSTÜCK

    Gästeinformations-Anlage soll ab Ostern im Einsatz sein. Dafür wird der Platz östlich der Tourist-Information umgestaltet.

    Die Gemeinde Sipplingen erhält eine neue Gästeinformations-Anlage auf dem Platz östlich der Tourist-Information. Dazu wird der Platz leicht umgestaltet. Die multimediale Informationsanlage wird vom Tourismusförderverein geliefert und bezahlt. Das beschloss der Gemeinderat. Die detaillierten Kosten für den Umbau werden dem Gremium in der kommenden Sitzung am Mittwoch, 20. Februar, mitgeteilt. Bereits im November vorigen Jahres hatten die Mitglieder des Tourismusfördervereins während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, ein Touristinfomations-Terminal, das ab Ostern seinen Dienst verrichten soll, anzuschaffen (wir berichteten).

    Nach Worten von Bürgermeister Anselm Neher ist bei einem gemeinsamen Ortstermin angeregt worden, den gesamten Platz, auf dem die neue Anlage angebracht werden soll, „zurückhaltend“ umzugestalten. Er schlug vor, die vorhandene Segelüberdachung abzubauen und das Info-Terminal in der gleichen Art und Weise wie die bereits vorhandene Veranstaltungstafel und die Überdachung der Deutschen Bahn einzubauen. Außerdem soll Neher zufolge die Rundsitzbank um den Baum ausgetauscht werden. Auch sind eine neue Bepflasterung und eine Mauer zwischen der Tourist-Infostation und den Bahngleisen vorgesehen. „Wir wollen den Platz entsprechend aufwerten, ohne ihn aber großartig zu verändern“, so der Bürgermeister.

    „Die Visitenkarte von Sipplingen sollte auch etwas darstellen. Nicht nur das Info-Terminal, sondern auch die Umgebung muss stimmen“, ergänzte Landschaftsarchitekt René Fregin vom Herdwanger Fachbüro „plan be“. Die Kosten sämtlicher Arbeiten bezifferte er auf „zwischen 30 000 bis 35 000 Euro. Gemeinderat Willi Schirmeister (FW) wies darauf hin, dass man zurzeit keine Möglichkeit habe, sich bei Regen unterzustellen. „Das ist noch ein Defizit“, bemängelte er.
    „Alle Besucher und Gäste, alle Vermieter, die Gemeinde und die ortsansässigen Dienstleister können bei der neuen Anlage von einem interessanten Mehrwert profitieren“, sagte Cornelia Lang, Vorsitzende des Tourimus-Fördervereins. Die Installation der multifunktionalen Info-Anlage inklusive ihrer Montage wird ihren Worten zufolge 10 341 Euro kosten. „Der Gast kann sich hier über alles Mögliche informieren“, sagte sie. Die Anlage werde eine bequeme Zimmersuche – 24 Stunden am Tag – ermöglichen. Auf beleuchteten Teilnehmerfeldern könnten die örtlichen Vermieter und Gastronomen ihr Angebot präsentieren. „Alle Felder sind bereits belegt“, freute sich Lang. Die Datenpflege des Terminals übernehme die Firma „Feratel media technologies AG“. Nicht nur Besucher könnten sich über die Gemeinde Sipplingen informieren, sondern auch für die eigene Bevölkerung soll hier nach ihren Worten ein umfangreiches Info-Terminal entstehen.

    Das Vorhaben fand zwar die grundsätzliche Zustimmung der Bürgervertreter, aber es sind noch Detailplanungen wie etwa die Überdachung des Terminals und die Kostenermittlung erforderlich.

    (SÜDKURIER, 05. Februar 2013)

  7. Sätze für Kurtaxe gelten weiter

    Die derzeit geltenden Sätze für Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe bleiben unverändert. Der Gemeinderat beschloss, diese in der bisherigen Höhe zu belassen.

    Demzufolge beträgt die Kurtaxe je Person und Aufenthaltstag 1 Euro für den Zeitraum vom 1. April bis 15. Oktober. Die Pauschalkurtaxe für Personen mit Zweitwohnsitz sowie auswärtige Liegeplatzinhaber kostet nach wie vor 50 Euro. Der Beitrag zur Förderung des Fremdenverkehrs und des Erholungsbetriebes beläuft sich weiterhin auf 4,5 Prozent des sogenannten Messbetrags für alle selbstständigen Personen, denen in der Gemeinde Sipplingen aus dem Tourismus unmittelbar oder mittelbar besondere wirtschaftliche Vorteile erwachsen.

    Wie Bürgermeister Anselm Neher erläuterte, datieren die Kalkulationen für die Fremdenverkehrsabgabe aus dem Jahr 1998 beziehungsweise für die Kurtaxe aus dem Jahr 2009. Die Gemeindeverwaltung sei im Rahmen der überörtlichen Prüfung durch das Landratsamt aufgefordert worden, die Höhe der beiden Abgabesätze neu zu kalkulieren und dem Gemeinderat vorzulegen. Der aktuellen Kalkulation zufolge ergibt sich für die Kurtaxe eine Gebührenobergrenze von 2,91 Euro je Übernachtung. Bisher betrage die Kurtaxe 1 Euro pro Nacht. Für die Fremdenverkehrsabgabe errechne sich eine Gebührenobergrenze von 47,74 Prozent; der bisher erhobene Satz betrage 4,5 Prozent. Neher: „Die bisher erhobenen Sätze liegen also weit unterhalb der Gebührenobergrenze.“ Neher verwies im Weiteren auf die Sätze einiger Gemeinden aus der Nachbarschaft, die zumeist höher seien als die der Gemeinde Sipplingen. „Trotzdem schlägt die Verwaltung vor, die Sätze so zu belassen“, so der Bürgermeister.

    Das sahen auch die Bürgervertreter so. Nur Thomas Biller (FW) wagte den Vorstoß, die Kurtaxe auf 1,50 Euro erhöhen zu wollen. „Wir haben sehr viel in die Uferanlagen investiert und sollten einen gewissen Deckungsgrad anstreben“, befand er. Biller bezog sich dabei auf die Kalkulationsgrundlagen, derzufolge es im Ermessen des Satzungsgebers liegt, ob eine vollkostendeckende Abgabe erhoben oder ob auf eine volle Kostendeckung verzichtet wird.

    (SÜDKURIER, 02. März 2013)

  8. Unmut auf Hundehalter wächst

    Sipplingen – In Sipplingen verstärkt sich der Unmut gegenüber einigen Hundehaltern in Bezug auf Hundekot-Verunreinigungen in den Uferanlagen

    Wieder Ärger mit Hundehaltern: Stark kritisiert worden sind in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im Rahmen der Beratungen zur neuen Polizeiverordnung gegen umweltschädliches Verhalten die Verunreinigungen mit Hundekot rund um die Uferanlagen am Bodensee. „Die Gäste loben unsere Anlagen, beschweren sich aber über den dortigen Hundekot“, sagte Bürgermeister Anselm Neher. Aus gegebenem Anlass wurde die letztmals 2002 geänderte Satzung in Bezug auf die Ufer- und Parkanlagen nach dem Muster des Gemeindetags überarbeitet. Einzige wesentliche Änderung ist die Aussage, dass Tiere in der Art und Weise zu halten seien, dass niemand gefährdet und, neu, „belästigt“ werde.

    Die Verunreinigungen seien nicht nur in Sipplingen ein Problem, „aber bei uns ein besonderes“, führte der Rathauschef aus. Ihm sei zugetragen worden, dass man keine freundlichen Antworten erhalte, wenn man Hundehalter auf dieses Problem anspreche. „Das Problem betrifft 10 bis 15 Prozent der Hundehalter“, so Neher. Gemeinderat Karl Hepp (CDU) sagte, es sei Sache der Kontrolle, „damit steht und fällt die Geschichte.“ Hepp: „Es muss irgendwas passieren, damit die Ziele der Satzung erreicht werden.“ Seine Kollegin Elisabeth Lohrer berichtete von einem „vollen Problem“: Gerade morgens oder abends fahren einige Hundehalter mit ihrem Auto an die Uferanlagen, lassen ihre Hunde aus dem Auto springen und ihre Notdurft verrichten, und fahren dann wieder weg. „Das Problem kriegt man nicht in Griff, das ist Sache des Charakters“, sagte Hannes Schuldt (FW). Neher sprach von einem Zivilisationsproblem, „wie beim Parken.“

    Immer wieder hatte die Gemeindeverwaltung im Gemeindeblatt darauf verwiesen, dass Kinderspielplätze und Grünanlagen keine Hundeklos seien. Sie appellierte an die Hundehalter, dafür zu sorgen, „dass diese Flächen, wo tagsüber Kinder spielen, nicht für Hunde zugänglich sind und schon gar nicht als Plätze für deren Notdurft angesehen werden können.“ Sie stellte fest, dass die Uferanlagen generell für Hunde gesperrt seien. Leider werde diese Fläche vermehrt als Hundeklo genutzt. Alle Hundehalter, so die Verwaltung weiter, „sind sehr dringend gebeten, künftig vermehrt darauf zu achten, dass ihre Hunde in den vorgenannten Bereichen keine Verschmutzungen mehr vornehmen“.

    Es gelte auch darauf zu achten, dass die Besitzer den Hundekot aufsammeln und mitnehmen, wenn die Hunde mal auf Straßen, Wege oder Grünflächen machen. „Wer dieser Forderung nicht nachkommt, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern gibt seinen Mitmenschen auch immer wieder Anlass zum Ärgernis“, so die Gemeindeverwaltung. Außerdem wies sie darauf hin, dass nach der Umweltschutzverordnung das freie Laufenlassen von Hunden in den Parkanlagen und Naturschutzgebieten streng verboten sei. Ferner bestehe eine Leinenpflicht innerhalb des Ortsbereichs.

    (SÜDKURIER, 13. Juli 2013)

  9. Müllberg nach dem Wochenende

    Sipplingen – Das heiße Wochenende ist vorbei. In Sipplingen hat es gewaltige Spuren hinterlassen.

    Touristenmüll ist hinterlassen worden. Christof Vieweg hat sich mächtig darüber geärgert und hat die Fakten am Montagmorgen zusammengetragen. Er schreibt:

    Berge von Müll müssen beseitigt werden und die Uferanlagen wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt werden. Überall lagen heute Vormittag leere Getränkeflaschen, Plastiktüten, Pizzakartons, defekte Gummiboote und anderer Abfall auf den Wegen und Wiesen. Mitarbeiter der Gemeinde hatten alle Hände voll zu tun, dem Müllberg Herr zu werden. „So schlimm war es noch nie“, klagte einer der Arbeiter, dessen Lastwagenfläche bereits auf halber Strecke zwischen Westhafen und Ladungsplatz mit Müll vollgeladen war. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, erklärt er und rät, sich nicht über diesen Zustand zu ärgern.

    Der Müllberg ist aber nur eine „Hinterlassenschaft“ tausender Badetouristen, die das kleine Dorf am vergangenen Wochenende heimsuchten und vor allem im Westen Sipplingens wieder ein großes Verkehrs- und Parkchaos anrichteten. Wer heute am frühen Montagmorgen am Ufer spazieren ging, vernahm trotz des Regens an verschiedenen Stellen auch einen penetranten Geruch, der offenbar das Resultat fehlender Toiletten ist.

    Tatsächlich stehen im Bereich des sogenannten Naturbadestrands keine öffentlichen Toiletten zur Verfügung. Wer trotzdem mal „muss“, versucht dies im Restaurant „Seehaus“ zu erledigen, nimmt den weiten Weg zur öffentlichen Toilette am Parkplatz vor dem „Riva“ in Kauf oder sucht als einfachste Möglichkeit eine geeignete Stelle im Gebüsch entlang der Uferanlagen – dies mit den noch am Montagmorgen olfaktorisch wahrnehmbaren Folgen. Sipplingen rühmt sich gerne als „Erholungsort“ und als „Perle am Bodensee“. Am vergangenen Wochenende war davon nichts zu spüren. Im Gegenteil: Weil hier alles umsonst ist, mutiert das Dorf zum Mekka des Massen-Tagestourismus am Bodensee – und ist organisatorisch mit dieser Situation völlig überfordert. Nur ein einziger Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes soll für Ordnung sorgen – einer gegen tausende, die offenbar der Ansicht sind, sich hier als Badegäste, Falschparker und Mülltouristen austoben zu können.

    (SÜDKURIER, 30. Juli 2013)

  10. Sonntäglicher Lärm durch ein „Spaß-Boot“

    Bin ich eigentlich der einzige in dieser Gemeinde, dem dieser sonntägliche Lärm eines gelben Motorboots, das unablässig vor der Strandpromenade und den Hafenanlagen kreuzt, eine Gummibanane hinter sich her ziehend, dermaßen auf den Wecker geht, das ich sonntags am liebsten das Weite suche, anstatt mich in meinem Garten zu erholen. Passt es zu einem Erholungsort, die Ruhesuchenden mit solch einem Krach zu vertreiben und den Ballermann Tourismus anzulocken? Warum geht so was nicht auch leiser? Die meisten Motorboote machen wesentlich weniger Lärm. Es ist jetzt nach 20.00 Uhr und ich höre immer noch bei geschlossenem Fenster die Motorgeräusche dieser Krachmaschine. Wem dies genau so geht, der möge sich bitte im Forum dazu äußern.

  11. Ruhe und Entspannung?

    Am letzten Sonntag wollten mein Mann und ich nur eines – einen ruhigen, entspannten Tag mit unseren beiden Kindern verbringen. Dazu fuhren wir mit dem Auto in das Feriendorf Sipplingen. Nach einiger Zeit im Wasser beschlossen wir, noch einen Kaffee im nahe gelegenen, sehr schönen Seehaus zu trinken. Doch kaum saßen wir, fing gegen 16 Uhr ein unglaublicher Lärm an. Weiter draußen fuhr ein kleines, gelbes Boot mit einer hohen Geschwindigkeit und Lautstärke vorbei, das anscheinend auch Musik abspielte. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass es sich wohl um den Besitzer der örtlichen Surfschule handelte und es noch Stunden so weiter gehen würde.

    Sipplingen ist ein schönes Dorf, keine Frage – aber Entspannung bei diesem Höllenlärm? Keine Chance. Schade! Spontan beschlossen wir, doch früher abzureisen und nicht noch wie geplant zum Abendessen zu bleiben. Kopfschmerzen können wir uns auch zu Hause holen.

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